Hartbodenreiniger Test Kärcher FC7 Cordless Premium

Hartbodenreiniger Test Kärcher FC7 Cordless Premium

Hartbodenreiniger Test Kärcher FC7 Cordless Premium

Kärcher FC7 Cordless Premium

4.5

Qualität/Verarbeitung

5.0/5

Lautstärke

5.0/5

Handhabung

5.0/5

Reinigungsleistung

5.0/5

Selbstreinigung

2.5/5

positiv

  • extrem leicht zu führen
  • sehr leise
  • gute Reinigungsleistung
  • sehr gute Akku-Leistung
  • drei Leistungsstufen
  • top Ausstattung
  • inklusive Reinigungsmittel

negativ

  • recht teuer
  • aufwändig zu reinigen

Ein neuer und ziemlich exklusiver Test steht für mich an, denn der Hartbodenreiniger Kärcher FC7 Cordless ist noch ganz frisch auf dem Markt und nachdem ich an der Online-Pressekonferenz teilnehmen durfte, musste ich ihn einmal in die Finger bekommen.


Über Hartbodenreiniger

Ehe man sich mit dem Testbericht auseinander setzt, sollte man natürlich wissen, worum es geht.

Hartbodenreiniger sind im Prinzip elektrische Wischer, die mit einer oder mehreren nassen Bürsten über den Boden schrubben. Klar, das allein wäre nichts Besonderes. Der Vorteil der Hartbodenreiniger liegt im automatischen Befeuchten und Reinigen der Bürsten. Das heißt, es kann ausdauernd gewischt werden, ohne irgendetwas zwischendurch auswaschen zu müssen. Es gibt ständig frisches Wasser und ein Behälter, in dem das verschmutzte Wasser gesammelt wird.

Gleichzeitig sind sie auch Nasssauger, die Flüssigkeiten aufnehmen können. Wobei hier der Teufel im Detail steckt. Die meisten Hartbodenreiniger arbeiten tatsächlich wie Bürstensauger, nur befeuchten sie die Bürsten auch und saugen gleichzeitig Schmutz und Wasser ab. Nicht so der Kärcher FC7 Cordless (cordless heißt übrigens kabellos). Der saugt nicht, sondern streift die Bürsten an einer Kante ab, was einen ähnlichen Effekt erzielt aber seine Vor- und Nachteile hat.

Kärcher FC7 Hartbodenreiniger im Test

Technische Daten

StromversorgungAkku 25,5 V Li-Ion
Akkulaufzeit45 min
Ladedauer4 h
Maße310 x 230 x 1210 mm
Gewicht4300 g
Lautstärke72 dB (gemessen)
Wassertank400 ml
Schmutzwassertank200 ml
theoretische Reichweite135 m²
(Herstellerangaben)

Lieferumfang und der erste Eindruck

Der Kärcher FC7 Cordless Premium ist ziemlich großzügig aber dadurch ebenso sicher verpackt. Gut, bei dem Preis sollte man sicher auch nicht am falschen Ende sparen. Gespart wurde dagegen an Plastik-Tüten, was mir ganz gut gefällt. Allerdings hätte man dann auch das Styropor durch Pappe ersetzen können.

Ansonsten kann sich der Inhalt sehen lassen, schließlich handelt es sich um die Premium-Variante. Die beinhaltet einen zusätzlichen Bürstensatz für härtere Böden, einen halben Liter Reinigungskonzentrat und eine Probe Reinigungsmittel für Steinböden. Ob man diesen Bonus braucht und dafür bereit ist zur Premium-Variante zu greifen, muss jeder für sich entscheiden. Technisch unterscheidet sich die weiße Premium-Variante kaum vom gelben Modell. Lediglich auf die LED-Beleuchtung muss man bei der gelben Variante verzichten.

Insgesamt fühle ich mich gut ausgestattet und an der Qualität nichts auszusetzen. Alles ist sehr gut verarbeitet, es gibt nirgends Materialfehler oder irgendwelche scharfen Kanten.

Aufbau des Kärcher FC7 Cordless

Der Aufbau erfordert weder große Mühe, noch Fachwissen oder irgendwelches Werkzeug. Der zweiteilige Griff wird einfach zusammengesteckt. Der einzige Unterschied zu anderen Geräten, ist die Kabelführung, in die das Kabel gelegt wird. So wird vermieden, dass das Kabel eingeklemmt und beschädigt wird.

Anschließend werden die Bürsten angebracht, was ebenfalls denkbar einfach ist. Das komplizierteste dabei ist die richtige Farbe zu wählen. 😉 Die grün markierte Bürste kommt auf das Gewinde mit der grünen Markierung und das blaue Gewinde auf die blaue Markierung. Das dürfte jeder hinbekommen, zumal es sich um linke und rechte Gewinde handeln, die anders gar nicht passen. Dabei fällt auf, dass die Bürsten etwas breiter als der gesamte Fuß sind. Damit ist klar, es kann randnah gearbeitet werden

Betrachtet man sich dabei die Unterseite des Kärchers, fallen zwei Metallstiffte auf, die etwas herausstehen. Offensichtlich dienen sie der Füllstandsmessung im Schmutzwassertank, der sich direkt unterm Gerät und zwischen den Bürsten befindet. Klar, da die Bürsten nicht abgesaugt sondern abgestriffen werden, muss sich der Auffangbehälter direkt an den Bürsten befinden. Womit wir beim letzten Schritt des Aufbaus wären: Schmutzwassertank auf den Boden legen, Den FC7 oben drauf stellen und einrasten lassen. Fertig.

Vorbereitung des Hartbodenreinigers zum Test

Bevor der Kärcher FC7 Cordless getestet werden kann, muss er erstmal ans Ladegerät. Dazu gibt es seitlich eine Ladebuchse und drei LEDs zeigen den Ladevorgang an. Angegeben werden etwa 4 Stunden Ladezeit, was im ersten Momemt nach einer langen Wartezeit klingt. Aber was sind schon 4 Stunden, wenn man alle paar Tage mal durchwischt und einem dann noch 45 Minuten Arbeitszeit zur Verfügung stehen.

Als nächstes wird das Wasser aufgefüllt. Der Vorratsbehälter dafür ist flach gestaltet, sodass man ihn auch unter nicht so hohen Wasserhähnen befüllen kann. Das Einfüllen des Reinigungsmittels ist dagegen etwas schwieriger. Als Dosierung wird eine Verschlusskappe angegeben, und die ist nicht sehr groß. Ein paar Tropfen gehen da schon mal daneben.

Praktischer Test Kärcher FC7 Cordless Premium

Die Rollen sind montiert, der Akku ist geladen, der Schmutzwassertank eingerastet und der Vorratsbehälter mit Wasser gefüllt. Jetzt kann der FC7 endlich eingeschaltet werden. Wie sie hören – hören sie nichts. Na ganz so ist es nicht, aber nachdem ich gerade erst einige Hartbodenreiniger testen durfte, ist der Unterschied zur Konkurrenz schon erstaunlich.

Wie eingangs bereits erwähnt, arbeiten alle anderen Geräte mit einer Absaugung, nur der Kärcher nicht, da er Schmutz und Wasser einfach abstreift. Das macht einen ordentlichen Unterschied , wenn kein zusätzlicher Staubsauger läuft.

Der nächste große Unterschied ist die Bedienung beziehungsweise das Fahrverhalten. Sich drehende Rollen ziehen einen Hartbodenreiniger immer in eine bestimmte Richtung, was viele eventuell von einem Bürstenreiniger kennen. Vorwärts mit der Drehrichtung der Bürste geht es leicht, rückwärts dagegen schwer und der Sauger triftet in irgendeine Richtung. So verhält es sich auch bei üblichen Hartbodenreinigern, da sie ähnlich arbeiten. Nur halt der Kärcher FC7 Cordless nicht.

Der FC7 hat zwei Rollenpaare, die sich gegenläufig drehen und somit die erzwungene Fahrtrichtung aufheben. Das nimmt einerseits die Zugbewegung weg, andererseits ist der Bodenkontakt auch ständig in Bewegung, wodurch er fast zu schweben scheint. Das folgende kurze Video zeigt, wie einfach er zu bewegen ist.

Leichter kann ein Hartbodenreiniger kaum laufen.

Schmutzaufnahme im Härtetest

Normaler Weise ist ein Hartbodenreiniger dazu da, seinen Boden zu wischen. Dabei trifft man hin und wieder auf kleine Problemzonen und diese kleinen Problemzonen habe ich einfach mal konzentriert. Ich habe einen Küchenunfall aus Grieß, Kuchendeko mit kleinen und großen Stücken und Mayonnaise simuliert.

Gleich vorweg: Grieß und Nässe sind keine gute Wahl. Das Zeug matscht, schmiert und verklumpt. Noch schlimmer ist aber Mayonnaise, durch den hohen Fettanteil. Zumindest in der Menge, in der ich sie verteilt habe. 🙂

Aber egal, der Kärcher FC 7 Cordless hat alles eingesammelt und sogar die Mayonnaise aufgewischt. Wobei natürlich klar ist, dass das Fett nicht mit einem Wisch weg ist. Normalerweise würde man da mit einem Fettlöser oder mit Spüli rangehen. Aber spätestens im zweiten Durchgang sind dann auch die letzten Fettspuren beseitigt.

Beste Ergebnisse selbst mit fettiger Mayonnaise.

Der Kärcher FC7 Cordless im Ausdauertest

Vergleicht man das Volumen des Schmutztanks vom Kärcher FC7 mit dem von anderen Hartbodenreinigern, wirken die 200 ml doch schon recht wenig. Nimmt man dann noch die Akkulaufzeit von 45 Minuten dazu, wirkt es sogar kurios. Also muss ein Dauertest her. Wie lange kann man mit dem Kärcher wischen, bis sich der Schmutzwassertank oder der Vorratstank meldet?

Kärcher FC7 Cordless unterm Tisch
Der FC7 Cordless kann sich ziemlich flach machen.

Akku laden, Schmutzwassertank leeren, Vorratsbehälter füllen, Wohnzimmer ausräumen und Stoppuhr starten. Und dann wischen, wischen, wischen, wischen. Erst die offene Küche, dann das Wohnzimmer, den Flur und wieder zur Küche. Ganz gemütlich und auf kleinster Stufe wurden so etwa 80 m² gewischt. Kärcher gibt für eine Akkuladung (reicht für 2 volle Wassertanks) übrigens 135 m² an und das hätte ich selbst mit meiner sehr gemütlichen Reinigungsgeschwindigkeit deutlich überboten.

Mit einer Tankfüllung kann man 18 Minuten und 40 Sekunden wischen, dann meldet sich der volle Schmutzwassertank. Leert man diesen, kommt nach rund einer Minute die Meldung, dass das Wasser im Vorratsbehälter leer ist. Das Verhältnis der beiden Behälter passt also super und am Ende wurden gerade mal 200 ml auf der gesamten Fläche verteilt.

Nun zurück zur Konkurrenz, die mitunter doppelt so große Vorratsbehälter hat. Bringt das was? Zumindest bei den Akkugeräten nicht, denn die quittieren meist nach 15 Minuten schon den Dienst und müssen erneut geladen werden. Mit dem Kärcher FC7 Cordless könnte ich dieselbe Fläche jetzt locker nochmal wischen.

Mit einer Tankfüllung kann fast 20 Minuten gewischt werden und eine Akkuladung reicht für etwa 45 Minuten.

Die Funktionen des Kärcher FC7 Cordless Premium

Anzeigen Hartbodenreiniger Kärcher FC7
Der FC7 verfügt über 3 Leistungsstufen und überwacht den Wasser- sowie Schmutzwassertank.

Pluspunkte für den Kärcher FC7 Cordless. Wie bereits gesagt, durfte ich erst einige Hartbodenreiniger testen und keiner von denen verfügt auch nur annähernd über eine solche Ausstattung an Bedienungsmöglichkeiten und Anzeigen.

Unterschiedliche Leistungsstufen haben einige und auch der Kärcher verfügt über eine Standard-Stufe, eine weitere mit höherer Drehzahl der Rollen und etwas mehr Wasser und eine Turbo-Stufe mit noch mehr Leistung und Wasser. Wobei die Turbo-Stufe nur so lange aktiviert bleibt, wie die entsprechende Taste gedrückt wird. Aktivieren lässt sie sich aus beiden Grundstufen und ist nur für kurze und intensive Reinigungen gedacht.

Den dicken Bonus holt sich der Kärcher durch seine Kontrolle und Anzeige der Wasserstände – das bietet sonst keiner. *

* bezieht sich auf von mir getestete Geräte

Reinigung des Kärcher FC7 Cordless im Test

Wie viele andere Hartbodenreiniger besitzt auch der Kärcher FC7 Cordless Premium ein Programm zur Selbstreinigung. Dieses möchte ich natürlich auch testen.

Reinigungsprogramm des Hartbodenreinigers im Test

  1. Schmutzwassertank leeren
  2. Wasser bis zur Markierung (200 ml)
  3. den Kärcher FC7 in die Reinigungsstation stellen
  4. zwei Tasten gleichzeitig für 3 Sekunden drücken
  5. warten

Eine ganze Weile leuchten nun Anzeigen und man wartet darauf, dass die Selbstreinigung endlich beginnt. Dabei ist die schon längst im Gange, denn die Rollen werden gerade mit dem Wasser reichlich durchfeuchtet. Anschließend drehen sich endlich die Rollen und kurz danach leuchtet der Hinweis, dass der Schmutzwassertank voll ist. Das war es auch schon und der FC7 ist sauber.

Na ja, so sauber dann doch nicht. Ohne Absaugung können halt lediglich die Rollen nass gemacht und wieder abgestriffen werden. Der Schmutz, der beim Abstreifen irgendwo hängen geblieben ist, der hängt dann auch nach der Reinigung noch dort und muss manuell entfernt werden. Die Selbstreinigung ist also funktionsbedingt nicht so zufriedenstellend.

Manuelle Reinigung des Kärchers

Die Bürsten sind nach der Selbstreinigung ganz gut sauber Zur kompletten Reinigung ist jedoch noch einiges an Handarbeit nötig. Das betrifft die Abstreifer, die auch aufgenommene Haare trennen und sich wie der Schmutzwassertank per Klick entriegeln lassen.

Anschließend ist der Schmutzwassertank dran. Der ist sehr flach und besteht aus zwei Teilen. Das trägt sich etwas schlecht und um nichts unterwegs zu verschütten, sollte man sich mit der ganzen Auffangwanne auf den Weg ins Badezimmer machen. Das Waschbecken im Gäste-WC dürfte dafür etwas klein sein und die Spüle in der Küche würde ich aus hygienischen Gründen nicht nutzen. Also in die Dusche.

Hier lassen sich alle Teile gut reinigen und ich muss schon zugeben, dass Mayonnaise ein echter Gegner ist. Da will ich mal gar nicht so sehr auf die Selbstreinigung meckern. Ohne extra Spüli habe auch ich die fettigen Oberflächen nicht sauber bekommen.

Die Selbstreinigung kann nicht wirklich überzeugen und es ist viel Nacharbeit nötig. Die Funktionsweise der Abstreifer wird aber auch kaum bessere Ergebnisse ermöglichen und der Kärcher FC7 wurde im Test wirklich schwierigen Materialien ausgesetzt.


Fazit zum Hartbodenreiniger Test Kärcher FC7 Cordless Premium

Testsiegel Hartbodenreiniger Kärcher FC7 Cordless Premium

Der Hartbodenreiniger Kärcher FC7 Cordless Premium zeichnet sich vor allem durch eine angenehme Lautstärke, super Auststattung und einem extrem leichtem Lauf aus.

Damit wird das Wischen kaum noch als Arbeit angesehen und macht richtig Spaß. Mit einem Finger kann der Reiniger über den Boden manövriert werden, befeuchtet diesen gleichmäßig und nimmt jeglichen Schmutz auf.

Egal ob der Wassertank leer oder der Schmutzwassertank voll ist, der FC7 warnt optisch und akustisch. Darauf kann man jedoch eine Weile warten, denn beide Tanks ermöglichen es, fast 20 Minuten durchgängig zu arbeiten.

Wird das Schmutzwasser entsorgt und der Wassertank neu gefüllt, kann es nochmal 20 Minuten in die zweite Runde gehen und der Akku ist noch nicht am Limit. Arbeitseinschränkungen gibt es so kaum.

Nicht ganz so glücklich machen die Selbstreinigung und anschließende manuelle Reinigung. Hier muss man doch noch selbst Hand anlegen und den Tank, die Abstreifer und die Unterseite des FC7 putzen. Das sollte jedoch kein Problem sein, denn dafür hat man sich beim Wischen ausgeruht.



 

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