Saugroboter Test: yeedi vac 2 pro

yeedi vac 2 pro

449 €
4.6

Design Verarbeitung

5.0/5

Lautstärke

4.5/5

Navigation

5.0/5

Funktionalität App

4.5/5

Saugleistung

3.5/5

Wischleistung

5.0/5

positiv

  • Sehr gute Navigation
  • Hohe Qualität
  • Leicht zu reinigen
  • Gute Reinigung in Ecken
  • Teppicherkennung
  • Kompatibel zur Absaugstation
  • Umfangreiche App
  • Wählbare Saug- und Wischstufe
  • Perfekte Sprachausgabe

negativ

  • Nur eine Seitenbürste
  • Schmutz wird teilweise weggeschleudert
  • Kleine Staubbox
  • Mäßige Sprachsteuerung

yeedi vac 2 pro Test: Heute ist der 9.04.2022 und in 19 Tagen solle der neue yeedi vac 2 pro öffentlich vorgestellt werden. Um so mehr freue ich mich, dass ich ihn bereits testen darf. Auch wenn mein Testbericht erst am 20.04.2022 veröffentlicht werden soll. Ich komme früher und keiner merkts. 😀

Technische Daten
Abmessungen (Tiefe x Breite x Höhe)345 x 345 x 77 mm
Akkuunbekannt
Akku-Laufzeitunbekannt
Ladezeit6,5 Stunden
Saugleistungunbekannt
NavigationVisual-SLAM-Technologie
Wifi2,4 GHz
Appyeedi (2,7 Sterne)
Reinigungsdauer Saugenetwa 1 min / m²
Im Handel noch nicht verfügbar, daher fehlende Angaben.

Der erste Eindruck: Was ist neu am yeedi vac 2 pro?

Auf den ersten Blick habe ich einen yeedi vac hybrid oder einen yeedi vac max vor mir. Wer nicht genau hinsieht wird auch keine Unterschiede erkennen. Lediglich der nicht ganz so runde Deckel sticht ins Auge, was technisch aber keine Auswirkungen hat.

Erst von der Seite betrachtet fällt auf, da ist doch einiges anders. Da wäre beispielsweise die Front, die jetzt nicht mehr komplett dunkel getönt ist. Jetzt ist sie weiß und nur die Sensoren stecken hinter dunklen Abdeckungen.

Auch das Hinterteil ist etwas anders, denn die Wischeinheit fehlt und stattdessen steckt da nur ein “Platzhalter”. Warum das so ist, klären wir im praktischen Test.

Technische Änderungen kaum sichtbar

Was sich im Inneren geändert hat, ist aktuell leider nicht nachvollziehbar. In der Bedienungsanleitung sind kaum technische Daten zu finden und auch online ist die Seite zum yeedi vac 2 pro noch leer. Daten zum Akku muss ich daher später noch nachtragen.

Dreht man den yeedi vac 2 pro um, ist er dem yeedi vac Max aus der yeedi vac station absolut identisch. Es gibt leider nur eine Seitenbürste, dafür aber die identischen Sensoren, die vorm Absturz sichern und Teppiche erkennen.

Sehr gefällt nach wie vor der Ausbau der Hauptbürste. Mit einem Griff ist die Halterung entfernt und schon kann die Bürste zum Reinigen entnommen werden.

Dank Rillen zwischen den Bürsten und Gummilippen, lassen sich auch aufgewickelte Haare schnell entfernen. Genutzt werden kann hierfür der Reinigungspinsel mit Haarmesser, der oberhalb unter dem Deckel liegt.

Ladestation des yeedi vac 2 pro

Die Ladestation unterscheidet sich nicht zu den Ladestationen der anderen yeedi Saugroboter*, die ich bisher im Test hatte. Und das ist auch gut so.

Ein großes Problem vieler Ladestationen ist ihr geringes Gewicht, wodurch sie schnell mal verrutschen. Die yeedi Ladestation ist zwar auch nicht schwerer, besitzt aber eine sehr gute Gummierung (oder was das auch immer ist).

Die Schicht unterhalb ist nicht nur rutschsicher, sie klebt regelrecht. Daher wird sie beim Transport auch mit einer Folie geschützt. Viel Schmutz würde der Klebewirkung schaden.

Rückseitig erfolgt der Anschluss des Kabels, welches übrigens sehr lang und recht dünn ist. So lässt sich die nicht benötigte Kabellänge gut aufwickeln.

Die Staubbox ist klein aber gut

Auch die Staubbox ist im Grunde identisch zu den anderen Modellen von yeedi. Sie ist nicht sehr groß aber so aufgebaut, dass sie eine möglichst große Fläche für den Feinfilter bietet.

Zur Entnahme muss der Tragegriff angehoben werden, der gleichzeitig als Verriegelung dient. Geöffnet wird sie durch einen leichten Druck auf die seitliche Verriegelung. Einfach und praktisch umgesetzt.

Als Staubbox eines vac Saugers bringt sie aber eine kleine Besonderheit mit. Das sind die beiden Öffnungen auf der Unterseite, die zum Aussaugen in der Absaugstation dienen.


Die yeedi App

Die yeedi App habe ich bereits mehrfach bei unterschiedlichen Tests unter die Lupe genommen. Umfangreicher kann man hierzu etwas im Test der yeedi mop station lesen. Das muss ich an dieser Stelle sicher nicht nochmal wiederholen.

Die Installation des yeedi vac 2 pro erfolgt auf demselben Weg wie bei allen anderen Saugrobotern von yeedi. Entweder wählt man den Saugroboter* direkt aus oder scannt den QR-Code am Sauger.

Nach der Eingabe der WLAN-Daten (beim ersten Gerät), wird daraus ein QR-Code erzeugt, den die Kamera des Saugroboters ausliest. Fertig – damit taucht der yeedi vac 2 pro schon in der App auf.

Große Unterschiede zu den anderen Saugrobotern sind in der App nicht zu erkennen. Ich finde allerdings, dass die erstellte Karte etwas feiner gestaltet ist.

Obendrein gibt es beim yeedi vac 2 pro die Möglichkeit, die Saugstufe nicht nur in vier Stufen einzustellen, sondern auch ganz zu deaktivieren. das macht dann Sinn, wenn der vac 2 pro als Wischroboter genutzt werden soll.

Tipp bei mehreren Räumen:

Sollen in einer Etage mehrere Räume aber nicht alle gesaugt werden, muss man trotz erstellter Karte darauf achten, dass die Türen der nicht gewünschten Räume stets geschlossen sind.

Test yeedi vac 2 pro
Bei der Kartenerstellung den Saugroboter etwas in die ungewünschten Räume fahren lassen und dort dann Sperrzonen anlegen.

Bei uns sind das beispielsweise die Kinderzimmer, die selten dafür ausgelegt sind, dass dort ein Saugroboter fahren kann. Schlafzimmer Flur (mein Büro) und Badezimmer sollen aber trotzdem komplett gesaugt werden.

Damit der yeedi dabei nicht in die anderen Räume fährt, müssen die Türen verschlossen sein oder es werden Sperrzonen an der Tür eingerichtet.

Die sollten jedoch möglichst hinter und nicht vor der Tür liegen, ansonsten wird der Raum davor nicht komplett gereinigt.

Dafür muss man sich bei der Kartenerstellung etwas Mühe geben und alle Türen öffnen. Auch die der Räume, die nicht gesaugt werden sollen.

Etwas weiter im Raum stellt man dann jedoch Hindernisse auf, damit der yeedi nur etwas in den Raum fahren kann und dann wieder umdreht.

Wurde so die Karte erstellt, können die Sperrzonen dann hinter der Tür angelegt werden.

Der yeedi saugt damit stets bis in den Türrahmen, fährt aber nicht weiter in das Zimmer hinein. Die Türen müssen müssen bei der automatischen Reinigung also nie wieder geschlossen werden.

Der yeedi vac 2 pro im praktischen Test

Wie sieht es mit der Saugleistung des neune yeedi Saugroboters aus? Bisher war ich mit den anderen Saugrobotern von yeedi immer sehr zufrieden.

Um das zu testen, habe ich zwei eckige Hocker ins Wohnzimmer gestellt und drumherum Semmelbrösel verstreut. Anschließend die Bereichsreinigung aufgerufen und der vac 2 pro durfte loslegen.

Das Ergebnis ist gespalten. Zum einen gibt es an der Saugleistung des yeedi nichts auszusetzen. Zum anderen hat es natürlich Nachteile, wenn es nur eine Seitenbürste gibt.

Das zeigt sich ganz besonders, wenn man wie ich sehr viele Krümel verteilt. Dann werden etliche von der einen Bürste weggeschleudert und auf der anderen Seite fehlt die zweite Bürste, die die Krümel aufhält und in die Mitte zur Saugöffnung führt.

Bei diesem Test schneidet der yeedi vac 2 pro daher nicht so gut ab.

Ausweichen von Hindernissen

Yeedi wirbt damit, dass der yeedi vac 2 pro auch in einem nicht aufgeräumten Kinderzimmer fahren kann. Also mit herumliegenden Spielzeug soll er keine Probleme haben.

Das habe ich mit einem kleinen Löwen aus dem 3D-Drucker probiert. Dieser ist etwa 9 x 6 x 10 cm groß – ein durchschnittliches Spielzeug.

Den Test hat der vac 2 pro leider nicht bestanden und der kleine Löwe wurde quer durch den Raum geschoben. Um die Stoßsensoren auszulösen, war er einfach zu leicht.

Das nächst größere, das ich greifen konnte, war die Tasche der Kamera die gerade in der Hand hielt. Diese war mit 20 x 20 x 15 cm jetzt groß genug und wurde ordentlich umfahren, ohne sie nur einmal zu berühren.

Also im Prinzip funktioniert die Hinderniserkennung schon, es muss nur groß genug sein.

Wischen mit dem yeedi vac 2 pro

Kurz gesagt – ich mag die Wischfunktion eines Saugroboters nicht. Das hat aber nichts mit dem yeedi zu tun. Bei der Wischfunktion wird lediglich ein Lappen befeuchtet und hinterhergezogen. So lange niemand den Lappen auswäscht, wird der Schmutz daher weiter verteilt.

Aber zurück zum yeedi vac 2 pro, denn der setzt das schon recht gut um. Anders als bei den meisten Wischrobotern, wird der Lappen nicht nur gezogen.

Ein extra Motor in der Wischeinheit lässt den Wischlappen kräftig rubbeln, was auch etwas hartnäckigere Flecken lösen kann. Also die Wischarbeit macht der yeedi vac 2 pro richtig gut.

Ja, die Wischfunktion wurde richtig gut umgesetzt und ist besser als viele andere. Dennoch bevorzuge ich die yeedi mop station, die nicht nur mit noch mehre Bewegung der Wischpads reinigt, sondern diese zwischendurch auch auswäscht.

Der yeedi vac 2 pro und die Absaugstation

Ein klarer Vorteil des yeedi vac 2 pro ist ganz klar die Zusammenarbeit mit der yeedi Absaugstation. Dazu muss diese in der App nicht einmal hinzugefügt werden. Einfach die Ladestation gegen die Absaugstation tauschen und fertig.

Die Absaugstation wird automatisch erkannt und saugt nach jeder Saugarbeit den yeedi vac 2 pro aus. Wie sie genau arbeitet, könnt Ihr in meinem extra Bericht zur yeedi Absaugstation lesen.

Mir gefällt die Zusammenarbeit mit der Absaugstation, denn gerade wer Tiere hat, kann zwar die Vorzüge eines Saugroboters genießen, muss diesen aber auch jeden Tag entleeren.

Ich muss gestehen, dass ich genau darum meine Saugroboter nie voll ausgenutzt habe. Dabei arbeiten sie am besten, wenn sie jeden Tag automatisch ihre Runden drehen.

Da sie über weniger Saugleistung als ein großer Staubsauger verfügen, erreichen sie durch eine tägliche Grundreinigung das beste Ergebnis. Dann reicht nämlich auch die kleine Saugstufe, was angenehm leise ist.

Fazit: Saugroboter Test yeedi vac 2 pro

Der yeedi vac 2 pro unterscheidet sich für mich jetzt nicht so deutlich vom yeedi vac Max. Auf den ersten Blick ist nur ein veränderter Einbau der Navigationssensoren und eine neue Wischeinheit zu erkennen.

Aber ich mag die Saugroboter von yeedi und auch der vac 2 pro gefällt mir. Qualitativ gab es bisher bei keinem etwas auszusetzen.

Alles ist hochwertig verarbeitet und nichts lässt auf eine billige Produktion schließen.

Test yeedi vac 2 pro

Dazu kommt eine sehr gute Saugleistung, die der vac 2 pro auf Auslegware und in Ecken ausspielen kann.

Hinderlich ist dabei allerdings die Tatsache, dass es nur eine Seitenbürste gibt. Schleudert die Schmutz weg. gibt es auf der anderen Seite, keine Bürste, die den Schmutzt bremst und wieder in die Mitte zur Saugöffnung leitet.

Zum Problem wird das aber nur bei vielen Krümeln. Die tägliche Reinigungsleistung beeinträchtigt das nicht.

Zur Steuerung und Programmierung dient die bekannte App von yeedi, die einen hohen Funktionsumfang zur Programmierung mitbringt. Alle Räume lassen sich in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit saugen.

Leider ist es weiterhin nicht möglich, Räume zu teilen oder mehre Karten anzulegen.

Einer großer Vorteil des yeedi vac 2 pro ist Zusammenarbeit mit der Absaugstation. Diese braucht nur gegen die normale Ladestation ausgetauscht werden und kümmert sich um die Entleerung des Saugroboters. Eine echte Arbeitserleichterung.

Verbessert am vac 2 pro wurde vor allem die Wischeinheit. Neben der Einstellung der verwendeten Wassermenge bietet sie gegenüber vielen anderen eine bessere Reinigungsleistung.

Ein extra Motor in der Wischeinheit versetzt die Wischplatte in eine deutliche Rubbelbewegung, die Flecken besser löst und für weniger Schlieren sorgt.

Die neue Hindernisumfahrung funktionierte im Test nicht zu 100 %. Zu kleine Hindernisse wurden nach wie vor einfach weggeschoben. Ab einer gewissen Größe werden sie jedoch erkannt und ohne eine Berührung umfahren.


 

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