Testbericht: Yeedi Vac Station Test

Yeedi Vac Station Test

Yeedi Vac Station

499,99 €
4.4

Design Verarbeitung

5.0/5

Reinigungsleistung Saugroboter

3.5/5

Navigation

5.0/5

Funktionalität App

4.0/5

Funktionalität Absaugstation

5.0/5

Reinigungsleistung Absaugstation

5.0/5

Lautstärke

3.3/5

positiv

  • Gute Reinigungsleistung
  • Arbeitet selbstständig
  • Manuell auslösbar
  • Inklusive 2 Staubbeutel
  • Umfangreiche App
  • Alle Yeedi Roboter in einer App
  • Mit Wischfunktion

negativ

  • Absaugen etwas laut
  • Nur eine Karte anlegbar

Yeedi Vac Station Test: Die Yeedi Vac Station ist eine Kombination aus der Absaugstation und dem Yeedi Vac Max. Beide Geräte sind auch einzeln erhältlich, dann allerdings ein wenig preisintensiver und den Vac Max gibt es einzeln auch nicht bei Amazon.

Dennoch kann es Sinn machen, zumindest die Absaugstation separat zu kaufen. Denn es gibt nicht nur den Vac Max, der damit kompatibel ist. Auch der Yeedi Vac Hybrid arbeitet mit der Absaugstation zusammen und ein weiterer Saugroboter folgt in absehbarer Zeit. Natürlich werde ich auch diesen vorstellen. 😉

Technische Daten Absaugstation
Abmessungen (Tiefe x Breite x Höhe)572 x 300 x 425 mm
Spannungsversorgung230 V
Leistungsaufnahme1000 W
Leistungsaufnahme Standby0,5 W
Ladespannung Saugroboter20 V 1 A
Staubbeutelgröße2,5 l
Technische Daten Saugroboter
Abmessungen (Tiefe x Breite x Höhe)350 x 350 x 77 mm
Akku5200 mAh
Saugleistungen600 / 1500 / 3000 Pa
NavigationVisual SLAM
Größe Staubbox450 ml
Größe Wassertank240 ml
max. Arbeitszeit200 Minuten
Hindernisüberwindungbis 9 mm

Was macht die Yeedi Vac Station?

Ein Saugroboter ist schon eine tolle Erfindung. Schließlich muss man sich nicht mehr selber um das Saugen kümmern. Wer jedoch ein etwas höheres Schmutzaufkommen oder Tiere hat, der wird nicht drumherum kommen, die Staubbox jeden Tag zu leeren.

Mit der Yeedi Vac Station erhält man zum Saugroboter auch eine Absaugstation, die einem genau diese Arbeit abnimmt. Bis zu einem Monat kann man nun die Beine hochlegen und den Saugroboter seine Arbeit machen lassen.

Nach jedem Saugdurchgang fährt der Saugroboter in die Station, wird ausgesaugt und gleichzeitig der Akku geladen.

Aufbau der Vac Station

Die Absaugstation wird in zwei Teilen geliefert, die lediglich miteinander verschraubt werden müssen. Die passenden Schrauben liegen natürlich bei und sogar einen Schraubendreher gibt es dazu.

Den kleinen Schraubendreher wird man hinterher sicher entsorgen, denn besonders hochwertig ist er nicht. Aber für den einen Aufbau reicht er auf jeden Fall.

Sehr gut gefällt hierbei, dass nicht einfach nur Holzschrauben in das Kunststoffgehäuse geschraubt werden. Die dazugehörigen Schrauben besitzen ein metrisches Gewinde und im Kunststoffgehäuse sind dafür Gewindebuchsen aus Messing eingelassen.

Die Absaugstation im Detail

Die Säule der Absaugstation braucht zwar ihren Platz, um das Gebläse und den Staubbeutel darin unterzubringen, ist aber gar nicht so groß. Etwas mehr Platz nimmt dagegen die Auffahrrampe ein.

Da der Saugroboter von unten ausgesaugt wird, muss er dazu auf ein Plateau fahren, in dem die Absaugkanäle der Station untergebracht sind. Das erfordert eine gewisse Höhe, die der Saugroboter überwinden muss.

Ein Saugroboter ist aber kein Bergsteiger und daher muss die Höhe etwas sanfter ansteigen. Mit der Rampe kommt die Absaugstation dadurch auf eine Länge (Tiefe) von fast 60 cm.

Sehr gut gefällt an der Absaugstation der Beutelwechsel. Mit einem leichten Druck auf den Deckel öffnet sich dieser und zeigt den Staubbeutel, der wirklich perfekt im Gehäuse sitzt.

Wird der Staubbeutel entnommen oder eingesetzt, drückt das Pappstück zwei Nasen weg, die mit dem Saugrohr verbunden sind, welches in den Staubbeutel führt. So sitzt das Rohr immer perfekt und dennoch lässt sich der Beutel leicht entnehmen oder einführen.


Der Yeedi Vac Max zur Yeedi Vac Station

Die Yeedi Saugroboter sehen sich auf den ersten Blick alle ziemlich ähnlich. Da macht auch der Vac Max keine Ausnahme. Als Teil der Vac Station muss er allerdings die besagten Öffnungen im Boden besitzen, die das Aussaugen der Staubbox ermöglichen.

Beim Blick unter den Saugroboter fällt gleichfalls auf, dass er nur eine Seitenbürste besitzt, was mir persönlich nicht ganz so gut gefällt und seine Nachteile mitbringt, wie der praktische Test noch zeigen wird.

Die Reinigung der Hauptbürste ist zu allen mir bekannten Saugrobotern von Yeedi identisch. Mit einer Hand können die beiden Verriegelungen betätigt und der Halterahmen abgenommen werden.

Anschließend reicht ein weiterer Griff und schon ist auch die Bürste draußen. Diese besitzt übrigens Rillen zwischen den Borsten, wodurch sich Haare gut mit dem beigelegten Haarmesser entfernen lassen.

Bis auf die Öffnungen zur Aussaugung der Staubbox, ist diese identisch zu anderen Saugrobotern von Yeedi. Mit 450 ml ist sie nicht sonderlich groß aber dank einer Kombination aus Henkel und Verriegelung leicht zu entnehmen.

Auch die Reinigung – sofern man nicht die Absaugstation nutzt – ist ausgesprochen einfach sowie schnell erledigt. Das Konzept der Yeedi-Saugroboter gefällt in diesem Punkt sehr gut.

Die App zur Yeedi Vac Station

Um die Yeedi Vac Station richtig nutzen zu können, ist es von Vorteil sie zur App hinzuzufügen.

Das geschieht ganz einfach, indem man sie in der App auswählt, die WLAN-Daten eingibt und per QR-Code über die Kamera des Saugroboters überträgt. Das dauert keine zwei Minuten und schon ist die Yeedi Vac Station einsatzbereit.

Etwas ausführlicher habe ich das bereits im Test der der Yeedi Mop Station beschrieben.

In der App lässt sich allerhand festlegen. Es gibt eine Kartierung, einen Reinigungsplan und sehr praktisch finde ich, dass sich festlegen lässt, welcher Raum wie oft und in welcher Stärke gesaugt werden soll.

Die Entleerung des Saugroboters erfolgt nach jedem Saugdurchgang oder manuell in der App.

Was ich nach wie vor an der App kritisieren muss, ist die fehlende Möglichkeit, Räume zu teilen. Wir haben eine große Wohnküche, welche als ein Raum erkannt wird und was sich nicht ändern lässt.

Soll nur das Wohnzimmer oder nur die Küche gesaugt werden, muss eine individuelle Reinigung für einen festlegbaren Bereich gestartet werden, was allerdings nur manuell und nicht nach einem Zeitplan funktioniert.

Im Zeitplan kann dagegen aber festgelegt werden, welcher Raum wann, wie oft und wie stark gesaugt werden soll. Selbst die Reihenfolge bei mehreren Räumen kann bestimmt werden.

Die Yeedi Vac Station im praktischen Test

Für den praktischen Test musste der Vac Max, der zur Yeedi Vac Station gehört, eine Bereichsreinigung durchführen. Hier habe ich zwei Hocker über Eck aufgestellt und reichlich Semmelbrösel verteilt.

Sehr positiv fiel hierbei die Reinigung der Ecke auf, die er perfekt ausfährt und fast bis in die Spitze reinigt. Mehr ist bei einem runden Saugroboter nicht möglich.

Nicht ganz so gut gefiel dagegen die eine Seitenbürste. Aufgrund ihre Drehbewegung wurden einige Krümel weggeschleudert und ohne zweite Seitenbürste daran auch nicht gehindert. Auf der Fläche blieben dadurch einige Krümel liegen.

Staubbox in der Absaugstation leeren

Nach dem Saugen – egal ob Bereich, Raum oder Automatik – fährt der Vac Max die Absaugstation an und die Absaugung startet automatisch.

Um zu sehen, wie gut sie arbeitet, habe ich einen Teil der unteren Etage (Wohnzimmer, Flur und Küche) saugen lassen. Das sind 63 m³ wovon der Vac Max durch Möbel noch 42 m² zu saugen hat.

Das Ergebnis ist beachtlich und die Staubbox gut gefüllt. Auf dem Foto ist das aufgrund des milchen Kunststoffes leider nicht so gut zu erkennen.

Nach der Reinigung wird die Staubbox ausgesaugt, was mit rund 84 dB auch gut zu hören ist. Aber ok, der Vorgang dauert schließlich nur 20 Sekunden.

Danach ist die Staubbox tatsächlich leer und sieht sogar richtig sauber aus. Nur beim Öffnen fallen dann noch einige Krümel aus den Ecken. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Wischen mit dem Vac Max

Ich habe es sicher schon einige Male erwähnt – ich mag eine solche “optionale Wischfunktion” nicht.

Manche mögen es praktisch finden, dass es die Möglichkeit gibt, ich erachte es nicht als wischen, wenn nur ein befeuchteter Lappen hinterher gezogen wird. Dann doch lieber einen richtigen Wischroboter oder die Yeedi Mop Station.

Trotzdem möchte ich natürlich erwähnen, dass auch die Vac Station über ein Wischfunktion verfügt. Um diese zu nutzen, muss lediglich der Wassertank gefüllt und die Wischplatte angesteckt werden.

Diese wird vom Saugroboter erkannt und dann ist es auch möglich, die Durchflussmenge in vier Stufen einzustellen. Also technisch wurde alles korrekt umgesetzt, ob man es nutzt, bleibt jedem selbst überlassen.

Fazit: Yeedi Vac Station Test

Fakt ist, dass Yeedi wirklich gute Saugroboter baut und auch der Yeedi Vac Max, der mit der Yeedi Absaugstation zusammen die Yeedi Vac Station bildet, ist da keine Ausnahme.

Test Yeedi Vac Station

Das Konzept der Schmutzaufnahme passt und auch die übliche Staubbox ist sinnvoll aufgebaut.

Etwas schade ist, dass der Vac Max nur über eine Seitenbürste verfügt, was bei großen Schmutzmengen dazu führt, dass auch mal etwas weggeschleudert wird.

Aber ein Saugroboter ist schließlich für die tägliche Reinigung gedacht und weniger für die verschüttete Cornflakes-Schüssel.

Diesen Job meistert der Vac Max perfekt und hilfreich ist dabei die wirklich gelungene App, mit der sich der Funktionsumfang des Saugers voll ausreizen lässt.

Die App hat aber auch noch Verbesserungspotential, was die Kartenbearbeitung betrifft.

Nichts zu verbessern gibt es es beim Zusammenspiel mit Absaugstation, was die Yeedi Vac Station* schließlich ausmacht.

Nicht gerade leise dafür aber effizient und gründlich wird die Staubbox ausgesaugt und etwa einen Monat muss man sich um nichts kümmern. Außer eventuell die Bürsten von aufgewickelten Haaren befreien.

Insgesamt gefällt das Gesamtpaket der Yeedi Vac Station und der Preis, der zwischen etwa 400 € und 500 € schwankt, passt dazu. Auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.


 

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