Handkreissäge Bosch PKS 55A Produkttest

die Verpackung

Bosch PKS 55A Produkttest
großer Karton für kleine Säge
  • Da gibt es von mir leider ein Minuspunkt. Ich finde die Verpackung zu groß. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, könnte der Umwelt zuliebe rundrum etwas an Verpackungsmaterial gespart werden. Der ganze Karton ist dadurch etwas unhandlich und es fehlen Griffmöglichkeiten. Entweder seitlich Löcher oder oben ein Griff. Da es kein Koffer dazu gibt (was ich normal finde) räume ich solche Werkzeuge im Karton weg. Bei der Größe ist das allerdings ein Problem.
  • Gut gelöst ist die Aufnahme im Karton. Die Maschine sitzt sehr fest und sicher darin. Wie lange der Aufbau aus Pappe hält, zeigt die Zeit.

 

 

 

die Anleitung

  • Die Anleitung hat sehr viele Bilder und eine verständliche Beschreibung. Was mir gut gefällt sind die vielen Sicherheitshinweise. Fast schon zu viel und es vergeht die Lust alles zu lesen. Natürlich steht dort auch, dass man eine Schutzbrille tragen soll. Ein einfaches Modell bekommt man leicht für 2€. Es wären also keine großen Kosten gewesen eine beizulegen.
  • Negativ ist auch, dass Grafiken und Text getrennt dargestellt werden. Beliest man sich zum Sägeblattwechsel, wird man auf Bild A verwiesen, welches sich neun Seiten davor befindet. Ich finde Grafiken und Text sollten kombiniert werden.
  • Verbessert werden, könnte die Unterteilung der einzelnen Sprachen. Eine Reitereinteilung am Rand würde da sehr behilflich sein.

die Handhabung

Bosch PKS 55A Produkttest
akzeptables Gewicht
  • Lob als erstes für das Gewicht. 3,9kg für 1200Watt. Als Vergleich, meine alte Skil hat bei 1100Watt 4,4kg. Und ein halbes Kilo macht sich deutlich bemerkbar.
  • Nicht so gut finde ich die Gewichtsverteilung. Die Griffe sind ziemlich weit hinten angeordnet und versucht man die HKS (so wie auf dem Bild) zu halten, zieht sie vorne deutlich nach unten. Die Skil ist, trotz höherem Gewicht, so leichter zu halten.
  • Am allgemeinen Handling gibts nichts zu meckern. Alle möglichen Dinge sind sehr leicht einstellbar. Beim Sägen mehrerer Platten hakte sich die Schutzhaube fest und öffnete nicht von alleine. Sie lässt sich aber problemlos mit der Hand am vorderen Griff gleichzeitig festhalten.
  • Der Sägeblattwechsel geht dank Spindelarretierung sehr leicht. Ohne Anleitung und vorherigen Test, habe ich das Blatt innerhalb einer Minute aus- und wieder eingebaut.
  • Bosch PKS 55A Produkttest
    aufgefangene Späne vs. restliche Späne

    Eintauchen und Gehrungsschnitte habe ich heute leider nicht getestet. Sollte ich meinen Bericht nachträglich ändern können, werde ich das noch nachholen.

  • Die Schnitttiefeneinstellung lässt sich sehr schnell und einfach über eine Klemmschraube einstellen. Ich hab mich auf die Maßangabe verlassen und es hat bei mir tadellos funktioniert. Um mir Arbeit zu sparen, habe ich mehrere Platten verlegt, die Schnitttiefe eingestellt und die Platten direkt auf dem Balken abgesägt. Die Schnitttiefe war absolt Maßhaltig
  • Die Schnittmarkierungen sind einfach klasse und es lässt sich exakt damit arbeiten. Kombiniert man beim Anschnitt das ausklappbare Sichtfenster (CutControl) mit der Schnittmarkierung der Grundplatte gelingt auch ein gerader Anschnitt. Hat man, wie üblicher Weise, nur eine Schnittmarkierung, muss man zusätzlich kontrollieren ob man die Säge gerade ansetzt.
  • Beim Hilfsanschlag hatte ich meine Bedenken, dass dieser (bei einer Schraube) auch winkelig anliegt. Aber diese eine Schraube sieht den Anschlag in sehr passgenaue Führungen und wird somit gerade gehalten. Allerdings finde ich den Anschlag etwas labil und meiner sieht, trotz nur einmaligen Gebrauch, nicht mehr ganz gerade aus. Mit Hilfsanschlag sollte man also aufpassen, wie das Gerät abgelegt wird.
  • Bosch PKS 55A Produkttest
    ohne Fangbox wären die in der Werkstatt verteilt

    Die Spänebox leistet wirklich gute Dienste. Ob nun wirklich die angegebenen 80% erreicht werden, ist nicht so genau prüfbar, aber optisch würde ich schon auf mindestens 70% tippen. Auf dem ersten Bild sieht man den Vergleich zwischen den zusammengekehrten und den aufgefangenen Spänen. Und das sieht schon sehr gut aus. Selbst, wenn nur die Hälfte im Auffangbehälter landet, wäre das eine Hilfe und erspart viel Dreck. Es würde aber auch nicht stören, wenn sie etwas größer wäre. Das Aufnahmevermögen sieht man auf dem zweiten Bild.

  • Die Geräuschentwicklung hält sich in Grenzen und ich hatte auch ohne Gehöhrschutz keine Probleme. Das soll natürlich kein Freibrief für andere sein. Ein Vergleich zu meiner älteren Skil zu ziehen wäre nicht gerecht. Dazu müsste man zwei neue gleichwertige Geräte vergleichen.
  • Die Leistung empfinde ich mehr als ausreichend. Meine 20er Spanplatten wurden wie Käsescheiben geschnitten. Bei einer Platte habe ich einmal die Säge zurückgezogen und dabei etwas verkanntet. Ohne merklichen Widerstand, hatte ich dabei gleich einen zweiten Schnitt daneben. Auch an der Drehzahl beim Leerlauf und beim Schnitt, hat man nicht wirklich einen Unterschied gehört. Um auch mal etwas mehr und die angegebene maximale Schnitttiefe zu testen, habe ich meine Plattenrester gestapelt und auf volle Tiefe die Säge angesetzt. Wie man auf dem Video sieht, hatte die PKS 55A keine Probleme damit.

 

  • Das Sägeblatt ist hartmetallbestückt und recht grob. Damit kann wirklich sehr schnell und leicht gesägt werden. Als Erstausstattung hätte ich allerdings eher ein mittleres Sägeblatt verbaut.

 

Bosch PKS 55A Produkttest – mein Fazit

  • Hier bekommt man als Heimwerker ein sehr ordentliches Gerät mit guter Ausstattung, genug Leistung und auch kleinen Verbesserungswünschen. Da sich die Wünsche aber hauptsächlich auf das Gesamtpaket (Verpackung, Anleitung) beziehen, gibt es an der PKS 55A nicht wirklich was zu meckern. Bei einem Preis von etwas über 100€ ist kein großer Unterschied zu Baumarktgeräten und in dem Fall würde sogar ich (absoluter Baumarktkäufer) eher zum Markengerät von Bosch tendieren.

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