Currysmarter Rollladenschalter Gen7 Test und Erfahrung

Um es vorweg zu nehmen, das soll nicht einfach nur ein trockener Funktionstest werden, sondern vielmehr eine Nutzungserfahrung. Denn funktionieren werden alle angebotenen Modelle.
Vielmehr geht es darum, wie der Funktionsumfang und die Einbindung bei mir und meinen Voraussetzungen passt.
Aktuell: Rollläden elektrisch aber nicht flexibel
Bevor es an die eigentliche Arbeit geht ein kleiner Einblick, was aktuell verbaut ist. In unserem Haus gibt es bereits elektrische Rollläden und diese werden auch zeitgesteuert angetrieben, die Technik ist jedoch schon etwas älter.
Zum Zeitpunkt des Hausbaus waren solche Steuerungen noch ein wenig teurer und daher hatte ich mich damals für eine zentrale Steuerung mittels Laptop und Relaiskarte entschieden – alles im Eigenbau.
Unter der Treppe steht daher ein schon ziemlich alter Laptop mit Windows XP (das war ein Kampf) und der Software Licht24 Pro. Diese ermöglicht es, eine Relaiskarte nach Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten anzusteuern.
Das funktioniert seit nunmehr 17 Jahren sehr gut, ist aber nicht wirklich flexibel. Möchte ich irgendetwas ändern oder die Rollläden fernsteuern, geht das nur, wenn ich per Remote auf den Laptop zugreife und die Software bediene.
Dazu werden die Rollläden in Gruppen angesteuert, da die Relais teuer sind. Mir ist es daher nicht möglich, einzelne Fenster fernzusteuern, sondern nur in Gruppen. Genau das soll sich ändern.
Warum mir eine smarte Steuerung wichtig ist
In unserem Haus gibt es 12 Fenster und zwei Terrassentüren, die mit Rollläden ausgestattet sind und natürlich bin ich faul. Wer hat schon Lust, diese jeden Früh zu öffnen und abends wieder zu schließen – niemand.
Aber das ist es nicht alleine. Wir haben große Fenster verbaut damit es im Haus schön hell ist. Das hat jedoch auch den Nachteil, dass es sich bei intensiver Sonne schnell aufheizen kann.
Im optimalen Fall öffnet man früh daher nur die Rollläden in Richtung Süden, Westen und Norden. Im Laufe des Vormittags schließt man dann die südlichen, zum Mittag kann Osten wieder geöffnet werden und dafür schließt man Westen.
Genau da kommen die smarten Rollladenschalter ins Spiel. Die können das nämlich automatisch und mit weiteren Verknüpfungen und Sensoren sogar besser als ich.
Warum Rollladenschalter mit WLAN und nicht Zigbee?
Viele kommen jetzt wahrscheinlich damit, dass es ja viel moderne Smarthome-Lösungen gibt, ZigBee ist beispielsweise unabhängig vom WLAN…..
Ich mag es zwar smart, möchte es aber dennoch relativ einfach und günstig. Von daher steuere ich vieles einfach über Amazon Alexa.
Zwei meiner Echos würden es zwar ermöglichen, ZigBee-Geräte zu nutzen, was ich bei Bewegungsmeldern auch so handhabe, jedoch ist Alexa mehr eine Sprachsteuerung als eine Smarthome-Zentrale.
Für viele Steuerungen nutze ich daher die App SmartLife, die einfach viel mehr Möglichkeiten bietet. Dazu kommt der Vorteil, dass in dieser App viele Geräte unterschiedlicher Anbieter verknüpft werden können.
Der einfachste Weg ist für mich daher, smarte Geräte mit meinem WLAN und mit der App Smartlife zu verbinden. Beim Kauf neuer Geräte achte ich auch darauf, dass sich diese mit Smartlife verstehen. Wie die Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7.
Der erste Eindruck der Currysmarter Rollladenschalter Gen7
Aber jetzt geht es endlich los und ich sehe mir die Currysmarter Rollladenschalter Gen7 etwas genauer an. Auf den ersten Blick – ja, es sind Rollladenschalter. Schlicht und einfach aber das möchte man schließlich auch.
Die Oberfläche ist mit einer Glasplatte versehen, was sie ein wenig edler erscheinen lässt. Dazu sind sie wie typische Schalterserien mit Rahmen und Einsatz ausgestattet.
Gut gefällt, dass sich das Sensorfeld (damit auch der Rahmen) einfach abziehen lassen. Also keine Gefahr, irgendwelche Nasen einer Wippe abzubrechen.
Der hintere Teil sieht fast aus wie ein Steckdoseneinsatz und lässt sich auch so einbauen. Etwas schade ist allerdings, dass alles aus Kunststoff ist. Gut gefällt dafür die mit 26 mm angenehm geringe Einbautiefe.
Der Einbau – oder auch nicht!
In diesem Punkt halte ich mich ein wenig bedeckt, was ein Grundprinzip auf meinem DIY-Blog ist. Wer in der Lage ist, einen Rollladenschalter zu wechseln, soll das gern machen.
Wer dazu nicht in der Lage ist, der wird hier auch keine Anleitung dazu finden. 230 V können lebensgefährlich sein und ich möchte keinen Laien dazu animieren, ohne Sachverstand damit zu arbeiten.
Trotzdem kann ich natürlich etwas zum Anschluss des Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 sagen. Er besitzt 4 Anschlüsse mit Klemmschrauben, das heißt, die flexiblen Kabel der Rollladenmotoren benötigen Aderendhülsen und diese sollten auch genutzt werden.
Die vier Anschlüsse sind deutlich mit N, L, hoch und runter gekennzeichnet und damit sollte ein fehlerfreier Anschluss möglich sein.
Kritisieren muss ich, dass es nur eine Verschraubung für den Neutralleiter gibt. Dieser wird für die Spannungsversorgung des Schalters benötigt aber ebenso für den Motor. Das heißt man muss hinter dem Schalter den N-Leiter splitten. Das hätte man sich ersparen können.
Ebenso kritisch sehe ich, dass alle Kontakte beziehungsweise die Schrauben sehr offen sind. Es ist jederzeit möglich, auf die spannungsführende Schraube zu fassen. Etwas tiefer versenkte Madenschrauben wären die bessere Wahl gewesen.
Und noch ein Hinweis: Der Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 ist zweiteilig! Das sollte man beim Abziehen nicht vergessen und den beigelegten Saugnapf verwenden, um das innere Teil abzuziehen.
Denkt man nicht daran und zieht am Rahmen (was ebenso gut funktioniert), könnte das Innenteil herunter fallen und unsere Badfliesen sind härter als die Glasscheibe auf dem smarten Rollladenschalter.
Ansonsten gestaltet sich der Einbau sehr einfach und ist auch von einem Laien zu bewältigen. Man sollte sich aber an die Sicherheitsvorschriften halten oder es doch lieber in professionelle Hände geben.
Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 und Smartlife
So, ist der Currysmarter Rollladenschalter Gen7 installiert oder hat man ihn installieren lassen, kann die Sicherung wieder rein und er beginnt zu leuchten. Toll, so weit offensichtlich alles richtig gemacht.
Jetzt folgt ein Griff zur Bedienungsanleitung, die in Deutsch und in Englisch beiliegt. Etwas verwirrend ist zwar, dass die Installation und Registrierung erst Punkt 5 und 6 belegen aber alles ist gut erklärt und man kommt damit zurecht.
Einfach die Smartlife-App öffnen, Gerät hinzufügen und am Currysmarter Rollladenschalter die mittlere Taste (Pause) für 10 Sekunden drücken. Dann wird der Schalter automatisch gefunden und das WLAN kann eingerichtet werden.
Es erscheint zwar die Meldung, dass das 5 GHz Netz nicht funktioniert, es kann aber problemlos auch ein gemischtes Netz aus 2,4 und 5 GHz genutzt werden. Die Zeiten, in denen bei der Installation das 5 GHz Netz deaktiviert werden muss, sind inzwischen vorbei.
Abschließend noch dem Currysmarter Rollladenschalter Gen7 den gewünschten Namen verpassen, einem Raum zuordnen und das war es dann auch schon.
Gut nicht ganz, denn anschließend sollte man noch die automatische Kalibrierung starten. Diese braucht nur gestartet werden und der Rest geht automatisch.
Die App zum smarten Rollladenschalter
Die App Smartlife muss man ein wenig differenziert betrachten, da sie sich aus zwei Komponenten zusammensetzt. Da wäre das Rahmenprogramm Smartlife und das „Unterprogramm“ des Gerätes selbst, welches vom Hersteller kommt.
Dieses Unterprogramm öffnet sich wenn man ein Gerät antippt und beschränkt sich meist auf die Grundeinstellungen des Gerätes. Damit lassen sich also nicht alle Rollladenschalter auf einmal bedienen.
Beim Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 finden wir in dem Unterprogramm eine direkte Bedienung zum Öffnen und Schließen, die Kalibrierung, Einstellungen zur Schalterbeleuchtung, eine Kindersicherung, ein Schaltprotokoll und einen Timer.
Mehr braucht es eigentlich nicht und selbst der Timer müsste nicht sein, denn den sollte man über das Rahmenprogramm Smartlife einstellen.
Zu Smartlife selbst kann man eigentlich nur sagen, dass es einfach genial ist. Es lassen sich die Geräte der verschiedensten Hersteller kombinieren, Räumen und sogar verschiedenen Haushalten zuordnen.
Das Wichtigste sind dann aber wohl die Automatisierungen und Szenen. Damit lässt sich alles kombinieren und steuern.
Die Rollläden können bei Sonnenaufgang öffnen, bei Untergang wieder schließen. Oder die Rollläden schließen automatisch, wenn man das Haus verlässt, Unwetter angekündigt wird oder die automatische Bewässerung startet und die Fenster nicht bespritzt werden sollen.
Die Möglichkeiten sind schon der Wahnsinn. Man muss aber dazu sagen, dass das nur wenig mit dem Currysmarter Rollladenschalter Gen7 selbst zu tun hat. Die Szenen kommen von Smartlife. Aber genau darum mag ich es, wenn sich smarte Geräte über Smartlife verbinden lassen.
Was aber wiederum am Currysmarter Rollladenschalter selbst liegt, sind die Funktionen, auf die Smartlife in Routinen zugreifen kann.
So kann beispielsweise die Hintergrundbeleuchtung deaktiviert werden, wenn die Raumbeleuchtung eingeschaltet wird. Oder sich die Raumbeleuchtung aktivieren, wenn die Rollläden zu über 70 % geschlossen werden, oder die Kindersicherung wenn man das Haus verlässt. Oder, oder, oder….
Nachteilig finde ich dabei jedoch, dass sich das in Routinen oder Szenen immer nur für ein Gerät auswählen lässt. Werden mehrerer Rollladenschalter ausgewählt, kann lediglich der Rollladenmotor angesprochen werden.
Der Currysmarter Rollladenschalter im Alltag
In der Überschrift lasse ich absichtlich die Bezeichnung der Generation 7 weg, denn neben acht Rollladenschalter Gen7 habe ich inzwischen auch noch vier Rollladenschalter der Gen6.
Optisch gibt es keinen Unterschied (das ist mir wichtig), technisch und in der App zeigen sich dann aber schon ein paar Differenzen.
Laut dem Hersteller wird die Zeitmessung der 7. Generation lokal gespeichert, was den Datenschutz verbessert. Dazu gibt es eine bessere Kalibrierungslogik für moderne Motoren und zusätzlich drei einstellbare Presettasten.
Obendrein sind mir Änderungen beim Design der App aufgefallen, die 6. Generation bietet lediglich an/aus für die Hintergrundbeleuchtung statt zwei Stufen und die Tastensperre gibt es nicht. Für mich keine Gründe, die gegen die etwas ältere Variante sprechen.
Eingestellte Routinen
Was ändert sich für mich jetzt? Die Currysmarter Rollladenschalter sind nicht nur smart, sondern auch mit Alexa oder Google verknüpfbar. Das funktioniert mit auf, zu oder einer Prozentangabe. Für mich allerdings etwas, was ich eher selten nutze.
Wichtiger ist mir, dass ich per App die Rollläden einzeln ansprechen kann. Sitzen wir im Sommer draußen und die Sonne zieht langsam über Süden nach Westen, kann ich gezielt die gewünschten Rollläden schließen, damit es im Haus nicht zu warm wird.
Für dieses Jahr macht es sicher keinen Sinn mehr, aber bei der nächsten Hitzewelle, werde ich dafür automatische Routinen erstellen.
Grundsätzlich öffnen und schließen alle Rollläden nach Plan. Wochentags bei Sonnenaufgang, was aktuell zu meiner Aufstehzeit passt und am Wochenende erst um 8:00 Uhr, damit wir ein wenig länger schlafen können.
Beim Schließen der Rollläden unterscheide ich zwischen Erd- und Obergeschoss. Unten schließen sie komplett und oben zum besseren Lüften der Schlafräume nur zu 50 %. An der Balkontür wird der Rollladen zu 70 % geschlossen, damit die Katzen den Balkon weiterhin nutzen können.
Zusätzlich lasse ich bei Sonnenuntergang die Hintergrundbeleuchtung des Rollladenschalters ein- und bei Sonnenaufgang wieder ausschalten.
Praktisch ohne Fehl und Tadel
Im täglichen Gebrauch konnte ich bisher keine Unzulänglichkeiten bei meinen Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 und Gen6 ausmachen. Die Routinen laufen und alles funktioniert ohne weiteres Eingreifen.
Kommt es dennoch mal vor, dass man manuell einen Rollladen öffnen oder schließen möchte, reagieren die Sensorfelder am Schalter sehr gut. Ein Hauch von Berührung, der Rollladen öffnet oder schließt sich oder kann an gewünschter Position gestoppt werden.
Die Hintergrundbeleuchtung leuchtet (sofern aktiviert) dauerhaft blau für hoch, runter und Stopp. Wird eine Funktion ausgewählt, wechselt die Farbe auf rot und zusätzlich ist an einem LED-Streifen der aktuelle Stand des Rollladens zu sehen.
Fazit: Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 Test

Ehrlich gesagt ist es etwas schwer, smarte Rollladenschalter nach super toll oder nicht ganz so toll zu unterscheiden. Der Aufbau ist bei allen ähnlich und auch funktionell gibt es keine so großen Unterschiede. Erst recht nicht, wenn Smartlife (bzw. Tuya) genutzt wird.
Dennoch sammeln Geräte, die Smartlife nutzen, bei mir Pluspunkte, weil sich so viele Geräte miteinander verknüpfen lassen, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern kommen.
Funktionell gibt es daher nichts an den Currysmarter WLAN Rollladenschalter Gen7 auszusetzen und auch optisch machen sie mit ihrer Glasfront was her. Meine Frau ist absolut zufrieden.
Kritisieren könnte ich maximal die Anschlüsse. Klar, bevor man den Schalter ausbaut, sollte alles stromlos sein – dennoch finde ich es nicht gut, dass die Kontakte so offen sind und unter Spannung stehende Schraubenköpfe überstehen.





















